Fable Heroes Testbericht
Datum: 09.05.2012 - 20:54 Uhr | Autor: Patrick B.
Wenn die Mutter an Feiertagen, wenn die ganze Familie zusammensitzt, in Erinnerungen schwelgt und der Schwiegertochter Geschichten aus der „guten alten Zeit“ erzählt, als der eigene Stammhalter noch so klein, so süß und so unschuldig war, kommt irgendwann dieser mystische Moment, in dem die Fotoalben mit den Baby- und Kinderfotos aus dem Regal geholt werden. Gemeinsam blättert man die Seiten um, ist amüsiert und angetan von den Schnappschüssen, die in leicht verwaschenen Farben die ersten Krabbelversuche dokumentieren. Die Mutter wischt sich kleine Tränen der Rührung aus dem Augenwinkel. Der inzwischen weit über 30 Jahre alte „Junior“ blickt irritiert. Und mit dem nächsten Umblättern wird seine mühsam aufgebaute Aura der Männlichkeit und Unantastbarkeit vollends demontiert. Denn Heiterkeit liegt in der Stimme seiner Gattin, als sie die bittere Wahrheit in Worte fasst: „Was? Du hast mit Puppen gespielt?“
Scham beiseite, seien wir ehrlich: Fast jeder von uns hat sich in jungen Jahren mit diesem Spielzeug die Zeit vertrieben. Es macht doch auch Spaß, den Figuren Leben einzuhauchen, sie am Kaffeetisch zu verköstigen oder haarsträubende Abenteuer erleben zu lassen. Das dachten sich wohl auch die Entwickler bei Lionhead, jenem Studio, das unter Leitung von Designer-Legende Peter Molyneux für die Rollenspiel-Serie Fable verantwortlich zeichnete. Um das dem Spieltrieb frönende Kind im Manne (und natürlich auch in der erwachsenen Frau) zu beglücken, heißt es im Arcade-Ableger Fable Heroes nämlich: „Die Puppen sind los!“
Wie sich die Helden aus Stoff und Polyesterwatte im Vergleich zu ihren großen Brüdern und Schwester aus Albion schlagen, sagt euch unser Test.
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